Erstberatung

Die Kosten für eine kieferorthopädische Beratung werden in der Regel von den gesetzlichen und privaten Krankenkassen übernommen. Dieses individuelle Gespräch umfasst eine fachärztliche Untersuchung, um festzustellen, ob eine Behandlungsnotwendigkeit besteht und welche weiteren Diagnoseschritte notwendig sind.


Sie werden allgemein über kieferorthopädische Behandlungsmöglichkeiten informiert. In einem ausführlichen Gespräch erarbeiten wir mit Ihnen die Behandlungsziele und zeigen die bestehenden Behandlungsmöglichkeiten.

Der Beginn und die Dauer der Behandlung sowie eventuell anfallende Kosten werden mit Ihnen besprochen. Falls eine Behandlung nötig ist, werden wir mit Ihnen einen Termin für die Erstellung der Erstunterlagen vereinbaren. Bei Kindern und Jugendlichen sollte ein Elternteil anwesend sein.

Bitte bringen Sie folgende Unterlagen mit:

  • Versicherungskarte
  • Röntgenbilder und andere Arztbefunde, falls vorhanden
  • Den von uns zugesandten Anamnesebogen

Diagnostik

Hierbei handelt es sich um eine Bestandsaufnahme der vorhandenen Situation.

Folgende Unterlagen werden erstellt:

  • Eine gründliche klinische Untersuchung, bei der nicht nur Zähne und Kiefer, sondern auch die Schleimhäute, das Profil und die Körperhaltung untersucht werden
  • Röntgenbilder, um die Zähne, Kiefer, das Profil und das Wachstum beurteilen zu können
  • Abdrücke und ein Bissregistrat, um Modelle der Kiefer herzustellen und die Ausgangssituation zu dokumentieren
  • Fotos von Gesicht und Zähnen.

Planbesprechung

Nach gründlicher Auswertung stellen wir Ihnen die Befunde vor.

Es werden besprochen:

  • Behandlungsalternativen
  • Vor- und Nachteile
  • Dauer
  • Kosten

Wir fassen dies in einem individuellen Behandlungsplan für Sie zusammen. Der Behandlungsplan enthält den therapeutischen Ablauf der gesamten Behandlung und muss zur Klärung der Kostenübernahme durch die gesetzliche Krankenkasse bei der jeweiligen Krankenkasse eingereicht werden.

Bei Übernahme der Behandlungskosten durch die Krankenkasse muss der Patient zunächst einen Eigenanteil von 20% selbst tragen. Dieser sogenannte Eigenanteil wird nach erfolgreichem Abschluss der Behandlung zurückerstattet. Privat versicherte Patienten erhalten einen Kostenplan nach der Gebührenordnung für Zahnärzte (GOZ), der bei der privaten Krankenversicherung zur Rückverrechung eingereicht werden kann.

Nachdem Ihre Krankenkasse den Behandlungsplan genehmigt hat, vereinbaren wir mit Ihnen Termine, um mit der Behandlung zu beginnen.

Aktive Behandlungsphase

Die aktive Behandlung beginnt mit dem Einsetzen des ersten Geräts. Je nach Apparatur betragen die Terminabstände 4-12 Wochen. Bei diesen Terminen werden die Apparaturen kontrolliert, angepasst oder verändert. Das Einhalten der Termine ist für einen erfolgreichen Verlauf der Behandlung sehr wichtig.

Stabilisierungsphase

Nach der aktiven kieferorthopädischen Behandlung folgt die Stabilisierung der korrigierten Zahnstellung, die sogenannte Retention. Damit wird das erzielte Behandlungsergebnis gesichert und es wird verhindert, dass die Zähne in die ursprüngliche Position zurückwandern. Dabei gibt es verschiedene Möglichkeiten, die wir rechtzeitig mit Ihnen besprechen. Die Abstände der Kontrolltermine betragen in dieser Zeit 8-12 Wochen. Auch in dieser Phase ist eine gute Mitarbeit sehr wichtig für den Erfolg.

Abschlussgespräch

Im Abschlussgespräch wird die Behandlung offiziell für beendet erklärt. Der bisherige Verlauf wird gezeigt und die sogenannte Endbescheinigung mitgegeben. Dies bedeutet für gesetzlich Versicherte, dass nun der bisher eingezahlte Eigenanteil von der betreffenden Krankenkasse zurückerstattet wird.

Je nach Ausgangslage wird empfohlen, die Stabilisierungsspangen weiterhin zu tragen.